Statement zu den Vorwürfen gegen mich

      Statement zu den Vorwürfen gegen mich

      Hi,

      aufgrund der andauernden Verunglimpfungen und Anschuldigungen gegen mich persönlich auf verschiedenen Reclaiming Listen, die nicht nur beständig wiederholt werden sondern auch gesteigert, sehe ich mich gezwungen, hier öffentlich darauf zu antworten. Es sind ja schließlich keine Kleinigkeiten.

      a) "rechts" - Das beruht auf dem totalitären Prinzip: Schuldig durch Assoziierung.

      Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich auf Facebook auch mit AFDlern befreundet bin und mich weigere, diese zu dämonisieren. Nein, ich halte die nicht für Nazis oder rechtsextrem, ich finde vielmehr, sie so zu bezeichnen verharmlost wirklich rechtsextreme und Neonazis und das ist gefährlich. Die AFD vertritt heute Positionen, welche CDU/CSU vor 20 Jahren vertreten haben und obwohl ich die damals schon nicht gewählt habe, habe ich sie auch nie als Nazis angesehen. Ich habe ausreichend oft betont, dass ich die nicht wähle (weil ich keine etatistische Parte wähle), dass ich aber entsetzt darüber bin, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Leute dämonisiert werden und wie gewalttätig der "Widerstand" gegen diese demokratische Partei inzwischen ist (davon mal abgesehen, dass ihnen regelmäßig das Wort im Mund umgedreht wird und anscheinend niemand ihr Parteiprogramm gelesen hat) - da werden Lokale demoliert und Gastwirte in den Ruin getrieben, Arbeitgeber mit Boykotten bedroht, wenn sie diese "Rechten" nicht entlassen, es werden Autos angezündet, es gab nicht nur Farbanschläge, sondern auch Brandanschläge und glatte Mordversuche, sogar vor Kindern (!!!) wird nicht haltgemacht. Sowas triggert meinen Sinn für Gerechtigkeit und ich stelle mich lieber auf die Seite der Schwachen und Verfolgten als mit dem Mob zu marschieren. Ich tue das im Geiste Martin Niemöllers:
      "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte. "

      b) "faschistisch" - der neueste Vorwurf. Besonders pikant, weil er konkret mit dem "Messen mit unterschiedlichen Maßstab" verbunden ist. Ich bezeichne Hillary Clinton gerne auf sarkastisch karikierende Weise als Killary, und zwar wegen ihrer Rolle als Außenministerin der USA, in der sie maßgeblich an der Ermordung unzähliger Zivilisten in völkerrechtswidrigen Kriegen des "Regime-Change" beteiligt war. Das wird mir als "faschistisches Sprachmittel der Entmenschlichung des politischen Gegners" angekreidet - darf ich in dem Zusammenhang daran erinnern, dass das Verfassungsgericht vor zig Jahren geurteilt hat, dass man Soldaten als Mörder bezeichnen darf? Bestand die damals linke Friedensbewegung also aus lauter Faschisten? Oder ist es nicht vielmehr so, dass hier reine Bigotterie am Werk ist, immerhin dürfen andere Reclaimer Karikaturen posten, auf denen Putin und Trump auf sehr sehr abstoßende weise als Hunde dargestellt werden - ohne das dieser Faschismus Vorwurf erhoben wird.

      c) "islamophob" - ja, islamophil bin ich bestimmt nicht! Mir ist nur nicht klar, wieso das in reclaiming Kreisen ein Vorwurf sein soll. Reclaiming hat sich immer auch als explizit feministische Tradition verstanden. Wie es Feministinnen fertigbringen, sich für Leute einzusetzen, die Frauen grundsätzlich als Menschen dritter Klasse betrachten, die man überall in der islamischen Welt auch so behandelt; die man zum Beispiel auspeitscht und umbringt, wenn sie vergewaltigt wurden, die man zwangsverheiratet, die man in Unmündigkeit hält indem man ihnen gesetzliche, männliche Vormünder gibt, die zu schlagen das ausgesprochene Recht des Vaters, Bruders und Gatten ist, die man verkaufen kann, wenn es sich um "ungläubige" Frauen handelt; die sich nicht ohne eine regionsbedingt leicht unterschiedliche Verhüllung in der Öffentlichkeit zeigen dürfen, wenn sie nicht als "Ungläubige Hure", die jeder Mann ungestraft vergewaltigen darf gelten wollen - tja, das bleibt mir ein Rätsel. Strukturelle Gewalt und Rape Kultur, diese beiden Wörter beschreiben den Islam ganz gut, finde ich. Aber da hört es ja nicht auf, der Islam ist auch völlig unvereinbar mit der Haltung reclaimings zu Homosexuellen, Lesben, Transsexuellen usw. - es gibt kein einziges islamisches Land, in dem Homosexuelle nicht Verfolgung, Gefängnis oder Tot fürchten müssen und das wird religiös begründet. Und auch in der LGBT Szene spricht es sich herum, dass man sich in bestimmten Gegenden besser nicht mehr aufhalten sollte und das nicht wegen deutschen Nazis oder so...
      Dann wären da noch die sexuellen Verstümmelungen, die weibliche Beschneidung bei der in den schlimmsten Fällen die gesamte Klitoris und die umgebenden Schamlippen entfernt werden und die männliche Beschneidung, bei der 70% des sexuell empfindsamen Gewebes entfernt werden - man möge mir nachsehen, dass ich als lebens- und sexfreundliche Heidin dem feindlich gegenüber stehe.
      Die pädophilen Seiten des Islam finde ich auch extrem verabscheuungswürdig, ein Religionsgründer, den man bei Todesstrafe nicht kritisieren darf, der eine 8jährige geheiratet hat, eine Praxis, die leider immer noch als völlig normal in vielen islamischen Ländern angesehen wird - das sollen die Leute sein, die ich nicht kritisieren darf ohne als "rechts" verunglimpft zu werden? echt jetzt?
      Dann wäre da noch die grundsätzliche Bedrohung, die mein Leben als Heidin betrifft - als Heidin habe ich laut Koran nämlich nicht mal die Chance, zu konvertieren oder wie die Christen die Dhimmi Steuer zu zahlen, nein nein, als Heidin falle ich unter das absolute Hass und Tötungsgebot.
      Man möge mir auch nachsehen, dass ich gerade als Deutsche so gar kein Verständnis habe für den Antisemitismus und die andauernden Pogrome und Vertreibungen, unter denen Juden weltweit durch Moslems zu leiden haben. Auch in Europa, Dank der vielen Muslime, denen man hier freie Hand lässt, ihren Hass auszuleben und an ihre Kinder weiterzugeben. Und man kneift feste die Augen zu und beschwört lieber die rechte Gefahr - vielleicht weil die nicht so schnell mit dem Messer sind, wer weiß ? (sorry für den Sarkasmus bei diesem ernsten Thema).

      Ich selbst war übrigens mal evangelisch lutherisch, ich bin da ausgetreten nachdem ich festgestellt hatte (so mit 15 Jahren), was für ein frauenfeindliches (Hexen sollten getötet werden) und antisemitisches (Juden sollten getötet werden) Schwein Luther war. Sollte mir Morgen ein Mensch aus muslimischen Kulturen begegnen mit dem Wunsch, die vorislamischen Göttinnen Allat, Manat und Aluzza zu reclaimen, werde ich diesen Mensch mit Freuden in einem Reclaiming Kreis willkommen heißen.

      d) Jemandem die Moderatorenrechte entziehen, der sie sowieso nicht mehr haben wollte - es ist ein bisschen viel verlangt, finde ich, jemandem vertrauen zu sollen, der mich öffentlich verunglimpft. Zudem diese Moderatorin mir in einem Unterforum den Zugang versperrt hat (es versucht hat) und begonnen hat, Beiträge zu löschen, ohne mich davon in Kenntnis zu setzen - ganz klar, Vertrauen missbraucht. So jemandem würde ich auch meinen Haustürschlüssel nicht geben. Und wer sich öffentlich von diesem Forum distanziert, möchte hier wohl auch nicht mehr Mitglied sein - aus meinem Haus würde ich ihn auch rauswerfen. Dazu stehe ich, ich bin nämlich keine Masochistin.



      So - sollte weitere Vorwürfe kommen, werde ich hier dazu Stellung nehmen; sollte jemand Vorwürfe erheben, kann ersiees das hier tun.

      lg
      bt
      Aum Hrim Shrim Klim Adya Kalika Parameshavari Svaha
      Liebe Farnblüte,

      meiner Ansicht nach möchte Dich als Person niemand verunglimpfen oder herabsetzen.
      Wenn überhaupt, dann wird über Inhalte und Verhaltensweisen diskutiert.

      Auch wenn ich das, was Du hier und andernorts schon geschrieben hast, ablehne, lehne ich nicht Dich als Person ab.

      Fehler machen wir alle und es gibt immer einen gemeinsamen Nenner. Wenn dieser zu klein wird, dann arbeitet man vielleicht nicht mehr miteinander und wendet sich anderen Menschen zu. So ist das Leben.

      Das soll nicht gönnerhaft wirken, aber wenn Du vielleicht einmal anders denkst, würde ich mich freuen, wenn wir näher zueinander stehen könnten als es jetzt der Fall ist.

      LG